Du reist gern und schreibst gern? Dann kannst du aus deinen Reisen ein eBook machen und es über deinen eigenen Online-Shop verkaufen. Wir zeigen dir, wie du ein Thema findest, das Buch erstellst und Käufer:innen erreichst.
Reisen gehört für viele Menschen zu den schönsten Dingen im Leben. Unterwegs sammelst du nicht nur Erinnerungen, sondern auch Wissen, für das sich andere Reisende interessieren. Welche Route funktioniert wirklich? Wo lohnt sich die Unterkunft, und was kostet der Trip am Ende tatsächlich? Wer sich für eine Destination entscheidet, sucht genau solche Antworten und ist oft bereit, dafür Geld auszugeben.
Für dich ergibt sich dadurch eine Geschäftsmöglichkeit. Du kannst dieses Wissen in ein eBook verwandeln und als digitales Produkt verkaufen. Dafür benötigst du weder einen Verlag noch ein Lager oder Startkapital. Einmal geschrieben, lässt sich ein eBook zudem beliebig oft verkaufen, egal ob du gerade unterwegs bist oder am heimischen Schreibtisch die nächste Reise planst. Ein Reise-eBook ist jedoch kein Selbstläufer und finanziert dir keine Weltreise. Es ist eine Möglichkeit, mit etwas, das du ohnehin gern machst, ein zusätzliches Einkommen aufzubauen. Dafür brauchst du ein klares Thema, Geduld und etwas Marketing.
Doch wie funktioniert das konkret? Und was verkauft sich überhaupt? Denn ein Reisebericht, der nur die eigenen Erlebnisse nacherzählt, findet nur schwer Käufer:innen.
Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du aus einer Reise ein verkaufsfähiges eBook machst und wie du es über einen eigenen Online-Shop wie Tentary vertreibst.
Was macht einen guten Reisebericht aus?
Wenn wir von Reiseberichten sprechen, meinen wir nicht zwangsläufig das klassische Reisetagebuch. Im Buchmarkt gibt es drei Varianten, die sich in ihrem Nutzen für die Leser:innen deutlich unterscheiden:
- Erlebnisbericht: Du erzählst, was du unterwegs erlebt hast. Das liest sich wie eine Geschichte und lebt von deinem Schreibstil und deinen Anekdoten.
- Reiseführer: Du lieferst praktische Informationen wie Routen, Unterkünfte, Preise und Tipps. Der Text ist auf Nutzwert ausgelegt.
- Mischform: Du verbindest eine erzählerische Rahmenhandlung mit einem Praxisteil, in dem Leser:innen alles finden, was sie für die eigene Reise brauchen.
Der entscheidende Unterschied liegt darin, warum Menschen ein eBook kaufen. Wer nach „Roadtrip durch Schottland mit dem Wohnmobil“ sucht, möchte in der Regel ein Problem lösen. Er oder sie plant eine Reise und benötigt dafür verlässliche Informationen. Ein reiner Erlebnisbericht beantwortet diese Frage nur am Rande. Zudem kennen die Leser:innen dich anfangs nicht und haben daher wenig Anlass, für deine persönlichen Erlebnisse zu bezahlen.
Das bedeutet nicht, dass Erlebnisberichte keine Chance haben. Wer bereits eine Community hat, die seine Geschichten gern liest, kann auch damit Erfolg haben. Wer bei null startet, fährt mit der Mischform oder einem Reiseführer in der Regel besser. Typische Formate sind zum Beispiel:
- ein Routenplaner für ein bestimmtes Land oder eine Region
- ein Reisebericht mit Praxisteil (Kosten, Unterkünfte, Highlights, Fehler, die du vermeiden solltest)
- ein Reiseguide für eine bestimmte Zielgruppe, etwa Familien, Alleinreisende oder Radfahrer:innen
- ein Budget-Report, der zeigt, was eine Reise tatsächlich kostet
Am besten orientierst du dich beim Schreiben an der Frage: Was hätte ich vor der Reise gern gewusst?
Was du für den Start brauchst
Wer an Reisen und Geldverdienen denkt, hat schnell das Bild von Weltenbummler:innen im Kopf, die monatelang unterwegs sind. Das ist aber nicht nötig. Für ein Reise-eBook genügt eine einzige gut dokumentierte Reise. Du kannst das Projekt auch nebenberuflich angehen und im Urlaub damit beginnen.
Technisch benötigst du auch nicht viel. Ein Laptop, ein Schreibprogramm, ein Smartphone oder eine Kamera für die Fotos und Zugang zum Internet reichen bereits und gehören in den meisten Haushalten zur Standardausstattung. Viele Tools wie LibreOffice oder Canva gibt es zudem kostenlos, wie wir in unserem Artikel zu Online-Business-Ideen ohne Startkapital beschrieben haben.
Die technischen Hürden sind also sehr niedrig. Darüber hinaus benötigst du jedoch Geld, um die Reise zu finanzieren. Hier verschwimmt jedoch oft die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit, denn die meisten fahren auch ohne monetären Gedanken in den Urlaub. Daher bietet es sich an, dass du deinen ersten Reisebericht währenddessen schreibst.
Solltest du nur ein kleines Budget haben, macht das auch nichts. Viele Leser:innen stehen vor dem gleichen Problem und freuen sich über Inspirationen, wie sie mit wenig Geld die Welt sehen können. Kreative Arten zu reisen, wie per Anhalter mit der gesamten Familie oder mit dem E-Scooter durch Europa, können zusätzlich Aufmerksamkeit für dein eBook generieren und halten deine Reisekosten gering.
Das richtige Thema und die Nische finden
Der wohl wichtigste Schritt ist die Themenwahl. Denn Reisebücher gibt es unzählige. Wenn du ein eBook über „Italien“ schreibst, konkurrierst du mit großen Verlagen und etablierten Reiseführern. Mit einer klar abgegrenzten Nische hast du bessere Chancen. Du kannst sie auf drei Wegen eingrenzen:
- Nach Reiseziel: Statt über ein ganzes Land zu schreiben, konzentrierst du dich auf eine Region, eine Insel oder eine bestimmte Route.
- Nach Reiseart: Roadtrip, Wohnmobil, Radreise, Wandern, Städtetrip, Workation oder Reisen mit wenig Budget. Jede Reiseart hat ganz eigene Fragen.
- Nach Zielgruppe: Alleinreisende Frauen, Familien mit Kleinkindern, Senior:innen oder Hundebesitzer:innen suchen gezielt nach Informationen, die allgemeine Reiseführer nicht liefern.
Idealerweise kombinierst du mehrere dieser Merkmale. „Mit dem Wohnmobil und zwei Kindern durch Norwegen“ ist deutlich konkreter als „Norwegen-Reiseführer“ und spricht eine Gruppe an, die genau diese Informationen sucht.
Bevor du viele Stunden in das Schreiben investierst, solltest du außerdem prüfen, ob es überhaupt Nachfrage gibt. Schau dir an, welche Fragen in Reiseforen, Facebook-Gruppen und Kommentaren auf Reiseblogs auftauchen und welche Bücher es bereits gibt. Auch ein Minimum Viable Product (MVP) kann sinnvoll sein. Das bedeutet, statt mit einem 50-seitigen Buch zu starten, veröffentlichst du zunächst eine kleinere Version mit vielleicht 20 Seiten zu einem günstigen Preis. Dadurch testest du, ob überhaupt eine Nachfrage besteht, bevor du zu viel Zeit in die Produktion steckst. Kommt dein MVP gut an, kannst du ihn zu einem umfangreicheren Buch ausbauen.
Wenn du noch mehr Infos benötigst, wie du die richtige Nische findest, dann schau in unserem Nischen-Ratgeber vorbei.

Unterwegs Material sammeln
Wenn du weißt, dass du aus der Reise ein eBook machen möchtest, solltest du schon unterwegs Material sammeln. Im Nachhinein erinnerst du dich nur noch an einen Bruchteil der Details. Hilfreich ist es, folgende Dinge zu dokumentieren:
- Notizen: Halte Eindrücke, Tipps und Fehler direkt fest, etwa in einer Notizen-App.
- Routen und Zeiten: Wie lang waren die Strecken? Wie viel Zeit hast du für einzelne Stationen gebraucht?
- Kosten: Notiere, was Unterkünfte, Verpflegung, Eintritte und Transport tatsächlich gekostet haben. Gerade echte Zahlen sind für Leser:innen oft der größte Mehrwert.
- Fotos: Mach nicht nur Bilder der Sehenswürdigkeiten, sondern auch von Wegweisern, Unterkünften oder Parkplätzen, die du im Buch erklären möchtest.
- Kontakte und Adressen: Sammle Namen und Adressen von Orten, die du empfehlen möchtest.
Achte außerdem von Anfang an auf die Rechte. Du darfst in deinem eBook nur Fotos und Texte verwenden, die du selbst gemacht hast oder für die du eine Lizenz besitzt. Wenn auf deinen Bildern andere Menschen erkennbar sind, solltest du vorher deren Einwilligung einholen oder die Fotos so wählen, dass niemand erkennbar ist. Auch kann es regionale Besonderheiten geben. Beispielsweise darfst du deine eigenen Bilder vom Pariser Eiffelturm kommerziell verwenden. Läuft hingegen die abendliche Lichtshow am Turm, benötigst du eine Erlaubnis, da die Vorführung urheberrechtlich geschützt ist.
Vom Material zum fertigen eBook
Mit dem gesammelten Material beginnt die eigentliche Arbeit: das Schreiben des eBooks. Je nach Umfang kann das ein längerer Prozess werden und das erste Produkt ist auch selten perfekt. Lass dich davon nicht abschrecken. Mit jedem weiteren eBook wirst du besser. Zudem gibt es viele Schreibratgeber und Schreibtrainer:innen, die dich professionell unterstützen können, wenn du das noch nie gemacht hast. Für ein Reise-eBook solltest du besonders folgende Punkte beachten:
- Aufbau: Eine klare Struktur hilft den Leser:innen, sich zurechtzufinden. Bewährt hat sich ein Aufbau entlang der Reiseroute oder nach Themen wie Anreise, Unterkünfte, Highlights und Kosten. Hilfreich ist es, wenn du als erstes das Inhaltsverzeichnis schreibst. Dann hast du eine erste Struktur, an die du dich entlang hangeln kannst.
- Nutzwert: Gib konkrete Empfehlungen statt vager Beschreibungen. „Das Restaurant war toll“ hilft niemandem. „Reserviere abends mindestens einen Tag vorher, und nimm das Fischgericht“ schon.
- Fotos: Bilder machen ein Reisebuch lebendig. Achte aber auf Dateigröße und Qualität, damit das eBook auf Smartphones und Tablets flüssig lädt. Bedenke auch, dass klassische eBook-Reader keine Farben darstellen können.
- Lektorat: Lass den Text Korrektur lesen, am besten von jemandem, der die Reise nicht kennt. Er oder sie bemerkt sofort, wo Informationen fehlen. Wenn du bereits eine Community hast, kannst du sie auch nach Testleser:innen fragen.
- Cover: Das Cover ist das Schaufenster deines Buches. Wie du ein gutes gestaltest und welche Tools dir dabei helfen, zeigen wir dir in unserem Cover-Ratgeber.
Auch das Dateiformat solltest du bewusst wählen. Ein PDF behält sein festes Layout und eignet sich daher gut für Bücher mit vielen Fotos und Karten. Ein ePub passt sich dagegen flexibel an das Lesegerät an und ist auf E-Readern angenehmer zu lesen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel über eBook-Formate. Bei Tentary kannst du beide Varianten anbieten.
Wo du dein Reise-eBook verkaufen kannst
Das fertige eBook benötigt noch einen Vertriebsweg. Dafür stehen dir grundsätzlich drei Möglichkeiten offen.
Plattformen wie Amazon und Tolino
Auf großen Plattformen erreichst du viele potenzielle Käufer:innen, ohne selbst Reichweite aufbauen zu müssen. Dafür gibst du aber 30 bis 65 Prozent des Verkaufspreises ab. Außerdem hast du wenig Kontrolle über die Darstellung, und du erfährst nicht, wer dein Buch gekauft hat. Damit kannst du den Käufer:innen später auch keine weiteren Angebote machen.
Die eigene Website
Auf deiner eigenen Website behältst du den gesamten Umsatz. Allerdings bist du auch für alles verantwortlich, etwa für das Zahlungsmanagement, die Rechnungen mit der richtigen Umsatzsteuer, die Auslieferung der Dateien, den Datenschutz und die technische Wartung. Das kostet vor allem Zeit und Nerven.
Eine Shop-Lösung wie Tentary
Die dritte Möglichkeit verbindet die Vorteile beider Wege. Mit Tentary hast du einen eigenen Online-Shop für digitale Produkte, ohne dich um Technik und rechtliche Details kümmern zu müssen. Die Plattform kommt aus Deutschland, hostet in der EU und ist DSGVO-konform. Du lädst dein eBook hoch, gestaltest die Verkaufsseite und kannst sofort verkaufen.

So verkaufst du dein Reise-eBook mit Tentary
Der Einstieg gelingt in vier Schritten:
- Account erstellen: Hier kannst du dich bei Tentary anmelden. Die Anmeldung dauert wenige Minuten. Du benötigst dafür weder Zahlungsdaten noch Vorkenntnisse.
- eBook hochladen: Du kannst dein Buch als PDF, ePub, Mobi, Doc oder TXT hochladen. Wenn du möchtest, auch mehrere Formate parallel. Zusätzlich lassen sich Begleitmaterialien wie eine Packliste oder ein Routen-PDF anhängen.
- Verkaufsseite gestalten: Mit dem Drag-and-drop-Editor wählst du eine Vorlage, ergänzt Cover, Klappentext und Preis und passt Farben und Texte an. Du kannst unter einer Adresse wie deinemarke.mytentary.com verkaufen oder eine eigene Domain nutzen.
- Verkaufen: Tentary übernimmt Zahlung, Auslieferung und Rechnungsstellung. Deine Kund:innen zahlen unter anderem mit Kreditkarte, PayPal, Klarna oder SEPA und erhalten nach dem Kauf automatisch einen persönlichen Download-Link.
Gerade für Reise-eBooks sind einige Funktionen besonders praktisch:
- Kostenlose Leseprobe: Zeige auf der Verkaufsseite ein Vorschau-Kapitel. Wer deinen Schreibstil und den Nutzwert vorab sieht, kauft eher.
- Variantenpreise und Bundles: Biete eine Basisversion an und ein Bundle mit Packliste, Budgetplaner oder weiteren Dateien zu einem höheren Preis.
- PDF-Stamping: Tentary druckt automatisch Name und E-Mail der Käufer:innen auf jede Seite des PDFs. So lässt es sich nicht unbemerkt weitergeben.
- Korrekte Rechnungen und Steuern: Tentary kennt den ermäßigten Steuersatz für eBooks und rechnet ihn automatisch ab, inklusive EU-OSS und Reverse-Charge.
- Rabattcodes, Order Bumps und Upsells: Du kannst Aktionen starten und nach dem Kauf weitere Bücher anbieten, zum Beispiel den Guide zum nächsten Reiseziel.
- E-Mail-Marketing und Affiliate-Programm: Du kannst Newsletter versenden und andere gegen Provision dein Buch bewerben lassen.
Die Kosten sind überschaubar. Tentary startet bei 10 Euro im Monat und ist monatlich kündbar. Dazu kommt im Start-Plan eine Transaktionsgebühr von 2,9 Prozent, die in den höheren Plänen sinkt. Die Gebühren des Zahlungsanbieters wie Stripe oder PayPal kommen separat dazu. Alle Details findest du auf der Preisseite.
Tipp: Du kannst Tentary kostenlos testen, ohne Zahlungsdaten zu hinterlegen. So findest du heraus, ob dir die Plattform liegt, bevor du dich für einen Plan entscheidest. Hier kannst du dich anmelden.
Beachte, dass eBooks in Deutschland der Buchpreisbindung unterliegen. Wenn du dein Buch zusätzlich auf anderen Plattformen anbietest, muss es überall zum gleichen Endpreis erhältlich sein. Das gilt auch für Rabattaktionen.
Wie viel du mit einem Reisebericht verdienen kannst
Wie viel du mit deinem Reise-eBook verdienst, hängt von deinem Thema, deiner Reichweite und deinem Preis ab. Pauschale Zahlen gibt es daher nicht. Typischerweise liegen eBook-Preise zwischen 3 und 20 Euro. Ein kompakter Guide kann am unteren Ende liegen, ein umfangreiches Buch mit Karten, Routen und Begleitmaterial am oberen.
Wichtig ist auch, wie viel bei dir hängen bleibt. Dazu ein Beispiel: Du verkaufst deinen Reiseguide für 12 Euro. Abzüglich der Umsatzsteuer von 7 Prozent erzielst du einen Umsatz von rund 11,21 Euro pro Exemplar.
- Amazon: Wenn du 30 Prozent abgibst, bleiben dir 7,85 Euro.
- Tentary: Abzüglich der Transaktionsgebühr von 2,9 Prozent bleiben dir 10,88 Euro.
Bei 500 verkauften Exemplaren macht das einen Unterschied von rund 1.520 Euro. Dabei haben wir die Grundgebühr von Tentary (ab 10 Euro im Monat) und die Gebühren des Zahlungsanbieters nicht berücksichtigt. Sie verringern den Vorteil etwas, ändern aber nichts am Grundprinzip: Bei einer Shop-Lösung bleibt dir deutlich mehr pro Verkauf.
Realistisch betrachtet verkaufst du in den ersten Wochen eher wenige Exemplare, vor allem, wenn du noch keine Reichweite hast. Wer bereits eine E-Mail-Liste oder eine Social-Media-Community mitbringt, startet meist besser. Wer bei null anfängt, braucht mehr Geduld.
Ein einzelnes eBook reicht zudem selten aus, um nennenswerte Umsätze zu erzielen. Lukrativer ist es, mit der Zeit ein Portfolio aufzubauen. Wenn du dich zum Beispiel auf eine Reiseart spezialisierst, kannst du für jedes Land einen eigenen Guide schreiben. Leser:innen, die mit dem ersten Buch zufrieden waren, kaufen gern das nächste. Mehr zu diesem Thema findest du in unserem Ratgeber zu passivem Einkommen mit digitalen Produkten.
Wie du Käufer:innen für dein Reise-eBook findest
Ein eBook verkauft sich nicht von allein, auch wenn es gut ist. Du musst es bewerben und dafür die Orte finden, an denen sich deine Zielgruppe aufhält. Für Reise-eBooks funktionieren folgende Kanäle besonders gut:
- Social Media: Instagram, Pinterest und YouTube sind visuelle Plattformen, auf denen Reisethemen sehr beliebt sind. Zeige dort Ausschnitte deiner Reise, Tipps und Einblicke in dein Buch. Wie du dabei vorgehst, erklären wir in unserem Artikel „Mit Social Media deine digitalen Produkte bewerben“.
- Eigener Blog: Mit Artikeln zu deinem Reiseziel kannst du über Suchmaschinen gefunden werden. Suchbegriffe wie „Wohnmobil Norwegen mit Kindern“ sind gut geeignet, weil dahinter ein konkretes Interesse steckt.
- Newsletter und Lead-Magnet: Biete ein kostenloses Kapitel oder eine Packliste im Tausch gegen die E-Mail-Adresse an. So baust du dir eine Liste auf, über die du später direkt Kund:innen erreichen kannst. Warum sich das lohnt, haben wir in unserem E-Mail-Marketing-Guide beschrieben.
- Communities und Foren: In Facebook-Gruppen und Reiseforen werden täglich Fragen zu Reisezielen gestellt. Wenn du dort hilfreiche Antworten gibst, werden Menschen auf dich aufmerksam. Verkaufe aber nicht aufdringlich, sondern verweise nur dann auf dein Buch, wenn es die Frage wirklich beantwortet.
- Affiliate-Marketing: Reiseblogger:innen und Influencer:innen können dein eBook gegen Provision empfehlen. In Tentary ist das Affiliate-Programm bereits integriert. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber zum Affiliate-Marketing.
Weitere Tipps, wie du aus Interessierten Käufer:innen machst, zeigen wir dir in unserem Artikel über Lead-Generierung.

Rechtliches und Steuern: Das musst du beachten
Wenn du ein eBook verkaufst, betreibst du ein Geschäft und musst einige Vorgaben beachten. Auch wenn der Papierkram meist überschaubar ist, solltest du dich frühzeitig damit beschäftigen.
- Selbstständigkeit: Autor:innen gehören laut Einkommensteuergesetz in der Regel zu den Freiberufler:innen. Du musst dich daher selbst um Steuern, Krankenversicherung und Altersvorsorge kümmern. Ob und wie du dein Business anmelden musst, solltest du mit einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin klären.
- Steuern: Einnahmen aus eBook-Verkäufen sind grundsätzlich einkommensteuerpflichtig. Je nach Umsatz fällt auch Umsatzsteuer an. Für eBooks gilt in Deutschland der ermäßigte Steuersatz von 7%.
- Impressum und Datenschutz: Wenn du geschäftsmäßig verkaufst, benötigst du ein korrektes Impressum und musst die Vorgaben der DSGVO einhalten. Bei Tentary sind Auftragsverarbeitungsvertrag und rechtssichere Rechnungen bereits eingebaut. Das nimmt dir einen Teil der Arbeit ab.
- Urheber- und Persönlichkeitsrechte: Verwende nur Fotos und Texte, die du selbst erstellt hast oder für die du eine Lizenz besitzt. Bei erkennbaren Personen auf Fotos benötigst du in der Regel eine Einwilligung.
- Buchpreisbindung: In Deutschland gilt die Buchpreisbindung. Das bedeutet, dein eBook muss überall zum gleichen Preis angeboten werden. Du kannst zwar den Preis jederzeit anpassen, du musst es aber in allen Shops machen.
- Reisekosten absetzen: Viele fragen sich, ob sie die Reise von der Steuer absetzen können. Das ist schwierig, wenn die Reise zugleich privat und beruflich veranlasst war. Das Finanzamt schaut hier genau hin. Lass dich dazu unbedingt von einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin beraten, bevor du Kosten geltend machst.
Mehr als ein eBook: Weitere digitale Produkte aus deiner Reise
Dein Reisewissen lässt sich auf mehrere Arten zu Geld machen. Das eBook ist der einfachste Einstieg, doch du kannst weitere Produkte daraus entwickeln, die du ebenfalls über Tentary verkaufst:
- Digitale Dateien: Packlisten, Budgetplaner, Routenvorlagen oder Checklisten als Downloads. Sie eignen sich auch als Zusatzprodukt oder Bundle zu deinem eBook.
- Online-Kurse: Wenn du dich zum Beispiel mit Reisefotografie oder Reiseplanung gut auskennst, kannst du dein Wissen in einem Online-Kurs weitergeben.
- Coaching: Biete individuelle Reiseberatung per Videocall an. Kund:innen können Termine direkt buchen und bezahlen.
- Newsletter-Abos: Wenn du regelmäßig neue Tipps, Routen und Schnäppchen teilst, kannst du einen kostenpflichtigen Newsletter anbieten.
Der Vorteil: Du kannst alles in einem Shop kombinieren, und es gibt bei Tentary keine Begrenzung bei der Anzahl der Produkte. Viele Creator beginnen mit einem eBook und erweitern ihr Angebot später Schritt für Schritt. Welche Möglichkeiten es noch gibt, zeigen wir dir in unserem Artikel zu digitalen Produkten.

Fazit: Reisen und schreiben kann sich lohnen, ist aber kein Selbstläufer
Mit einem Reise-eBook kannst du dein Wissen weitergeben und dir ein zusätzliches Einkommen aufbauen. Du benötigst dafür keinen Verlag, kein Startkapital und keine technischen Kenntnisse. Entscheidend sind ein klares Thema, ein echter Nutzwert für die Leser:innen und ein Vertriebsweg, der dir möglichst viel vom Verkaufspreis lässt.
Gleichzeitig sollten die Erwartungen realistisch bleiben. Eine Reise ist keine kostenlose Investition, ein einzelnes eBook macht dich nicht reich, und ohne Marketing findet kaum jemand dein Buch. Wer geduldig bleibt, sich auf eine Nische konzentriert und mit der Zeit weitere Bücher und Produkte ergänzt, kann sich aber ein solides Standbein aufbauen.
Ein guter Anfang ist, zunächst klein zu starten: Wähle ein Thema, schreibe einen kompakten Guide und teste, wie er ankommt. Mit einem Shop wie Tentary kannst du ihn innerhalb weniger Stunden online stellen und die ersten Erfahrungen sammeln. Wenn du mehr über andere Möglichkeiten erfahren möchtest, findest du in unserem Artikel zu seriösen Wegen, online Geld zu verdienen, weitere Ideen.