Die digitale Welt bietet heute mehr Möglichkeiten denn je, online Geld zu verdienen. Ob als Nebenverdienst oder Haupteinkommensquelle, die Optionen sind vielfältig. Wir zeigen dir, welche am lukrativsten sind.
Inhaltsverzeichnis
- Online Geld verdienen: Die falschen Erwartungen vor dem Start
- Freelancing: Zeit gegen Geld
- Vorteile des Freelancings
- Nachteile des Freelancings
- Beliebte Freelancer-Jobs
- Wie viel du als Freelancer verdienst
- Aufträge finden
- Verkauf von digitalen Produkten
- Vorteile von digitalen Produkten:
- Nachteile von digitalen Produkten:
- Online-Kurse
- E-Books
- Digitale Dateien
- Coaching-Programme
- Mitgliedschaften
- Newsletter-Abonnements
- Online-Nachhilfe
- Fazit
Online Geld zu verdienen, klingt wie die perfekte Arbeitsweise. Du sparst dir den Anfahrtsweg zur Arbeitsstelle, kannst deine Zeit flexibel einteilen und potenziell mehr verdienen als in einer Festanstellung.
Das stimmt auch alles.
Doch oft hängt dem Thema noch ein weiteres Versprechen an: schneller Reichtum. Vielleicht hast du selbst schon Anzeigen für Kurse und Co. gesehen, die dir zeigen wollen, wie du in wenigen Wochen fünfstellige Beträge online verdienen kannst. Das klingt gut, ist aber völlig unrealistisch. Denn seriös online Geld zu verdienen, bedeutet nicht, über Nacht reich zu werden. Stattdessen musst du Zeit, Wissen und Fähigkeiten gezielt einsetzen, um dir Schritt für Schritt ein Einkommen aufzubauen.
Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, online Geld zu verdienen. So kannst du die auswählen, die am besten zu dir und deiner Lebenssituation passt.
Dabei unterscheiden wir zwischen zwei Arten:
- Einfache Tätigkeiten: Für sie benötigst du keine Vorkenntnisse und kannst in der Regel sofort loslegen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um das Ausfüllen von Umfragen oder das Erledigen von Klickaufgaben. Allerdings verdienst du hier nicht mehr als ein Taschengeld. Oft bekommst du statt Geld auch nur Gutscheine für Amazon und andere Shops.
- Fortgeschrittene Tätigkeiten: Dabei handelt es sich um Tätigkeiten, für die du eine Expertise benötigst. Diese kann alles Mögliche sein. Vielleicht kennst du dich wie kein anderer mit veganer, afrikanischer Küche aus, kannst Häuschen für jede Art Vogelart bauen oder die besten Spiele an Kindergeburtstagen veranstalten. Daraus lässt sich dann ein Online-Business aufbauen, in dem du dieses Fachwissen einbringen kannst. Das ist zwar mit deutlich mehr Arbeit verbunden als bei den einfachen Tätigkeiten, dafür wirst du aber auch mit einem deutlich höheren Einkommen belohnt.
In diesem Artikel fokussieren wir uns darauf, wie du mit fortgeschrittenen Tätigkeiten online Geld verdienen kannst. Wenn du also nach Möglichkeiten suchst, ohne Vorkenntnisse ein paar Euro einzusacken, bist du hier falsch. Stattdessen erfährst du, welche Modelle wirklich funktionieren und welche Vor- und Nachteile sie haben.
Online Geld verdienen: Die falschen Erwartungen vor dem Start
Bevor wir uns die seriösen Möglichkeiten ansehen, mit denen du online Geld verdienen kannst, müssen wir über Erwartungshaltungen sprechen. Mit diesem Thema sind nämlich einige Mythen verbunden, die vor allem durch Online-Marktschreier in den sozialen Medien verbreitet werden.
Wenn du dir ein Online-Business aufbauen möchtest, solltest du daher folgende Punkte beachten.
- Kein passives Einkommen: Online Geld zu verdienen, wird oft mit passivem Einkommen gleichgesetzt. Das ist jedoch ein Mythos, denn für ein seriöses Online-Business musst du auch Arbeit investieren. Eine Methode, bei der du kaum etwas tun musst, aber dennoch viel verdienst, gibt es nicht.
- Du benötigst Geduld: Ein Online-Business entsteht nicht über Nacht. Je nach Geschäftsidee kann es Monate bis Jahre dauern, bis du davon gut leben kannst. Daher solltest du geduldig sein und dir langfristige (Business-)Pläne mit Etappenzielen machen. Kleinere Schritte sind leichter zu erreichen und jeder erreichte Meilenstein motiviert.
- Du benötigst Leidenschaft: Wenn du online Geld verdienen möchtest, solltest du ein Thema wählen, für das du dich interessierst. Nur weil jemand im Internet gesagt hat, dass Versicherungen eine hohe Marge hätten, musst du sie nicht gleich verkaufen. Wenn du hingegen mit Leidenschaft bei der Sache bist, kannst du einfacher andere Menschen von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung überzeugen und hast langfristig auch mehr Spaß bei der Arbeit.
- Selbstständigkeit: Wenn du seriös online Geld verdienen möchtest, geht das in den meisten Fällen mit einer Selbstständigkeit einher. Dementsprechend musst du dich um alles wie Steuern und Versicherungen selbst kümmern. Das kann abschreckend wirken, bietet dir aber auch große Chancen. So kannst du dir beispielsweise deine Zeit frei einteilen und Privatleben und Arbeit besser miteinander in Einklang bringen.
- Finanzplanung: Bei einem Online-Business kommt Geld in anderen Intervallen herein als bei einer Festanstellung. Einen Monat verdienst du viel, in einem anderen weniger. Das solltest du in deiner Finanzplanung berücksichtigen.
Freelancing: Zeit gegen Geld
Kommen wir nun zu der Frage, wie du seriös online Geld verdienen kannst. Die erste Methode ist das Freelancing. Freelancer sind Selbstständige, die ihre Dienstleistungen projekt- oder auftragsbasiert anbieten. Sie werden nicht fest bei dem Kunden angestellt, sondern stellen eine Rechnung.
Freelancer arbeiten oft online und ortsunabhängig und übernehmen Fachaufgaben wie Schreiben, Design, Programmierung, Marketing oder Beratung für verschiedene Auftraggeber. Sie bestimmen ihre Arbeitszeiten meist selbst, müssen sich dafür selbst um die Kundenakquise und ihre Buchhaltung kümmern.
Vorteile des Freelancings
- Kaum Investitionskosten: In der Regel benötigst du nur einen Laptop.
- Zeit gegen Geld: Beim Freelancing verdienst du sofort Geld, da du jede Arbeitsstunde abrechnest.
- Flexible Arbeitszeiten: Du kannst selbst bestimmen, wann und wie viel du arbeitest. Freelancing eignet sich daher als Neben-, Teilzeit- und Vollzeitjob.
- Ortsunabhängig: Ob im Home-Office, in der Bibliothek oder im Ausland – als Freelancer kannst du deinen Arbeitsort frei wählen. Nur wenige Projekte erfordern deine Anwesenheit.
- Höherer Verdienst: Du kannst mehr verdienen als in einer Festanstellung.
- Abwechslung: Jeder Kunde und jedes Projekt sind anders. Daher kannst du dich auf wechselnde Aufgaben freuen, durch die du dich ständig weiterentwickelst.
Nachteile des Freelancings
- Unregelmäßiges Einkommen: Je nach Auftragslage verdienst du in einem Monat mehr Geld als in einem anderen.
- Keine bezahlten Urlaubs- und Krankheitstage: Wenn du nicht arbeitest, verdienst du auch kein Geld. Du musst also in deiner Arbeitszeit genügend Rücklagen bilden, um Urlaubs- und Krankheitstage auszugleichen.
- Bürokratie: Als Freelancer musst du dich selbst um Steuern, Versicherungen und Altersvorsorge selbst kümmern. Auch die Buchhaltung und Organisation nimmt Zeit in Anspruch, in der du kein Geld verdienst.
- Aktive Kundenakquise: Neue Kunden kommen nicht von allein auf dich zu. Du musst sie aktiv suchen, beispielsweise durch die Bewerbung auf Ausschreibungen.

Beliebte Freelancer-Jobs
Da Freelancing kein geschützter Begriff ist, können theoretisch viele Jobs darunterfallen. Einige haben sich jedoch am Markt etabliert, da sie in vielen Branchen wichtige Funktionen erfüllen. Im Folgenden siehst du die populärsten.
- Virtuelle Assistenz: Eine virtuelle Assistenz, auch VA genannt, unterstützt Unternehmen und Selbstständige bei organisatorischen, administrativen und oft auch kreativen Aufgaben. Dazu gehören zum Beispiel E-Mail-Management, Terminplanung, Rechnungsstellung, Recherchearbeiten, Kundenkommunikation, Social-Media-Betreuung oder die Pflege von Websites und Online-Shops. Die Zusammenarbeit erfolgt dabei rein digital. Aufgrund der oft einfachen Tätigkeiten ist die Einstiegshürde auch für Ungelernte gering, allerdings ist auch die Konkurrenz groß.
- Textproduktion: Es gibt viele Berufsgruppen, die online Texte erstellen. Texter arbeiten zumeist im Marketing oder versorgen Shops mit Produktbeschreibungen. Autoren hingegen schreiben fiktive Werke oder Sachbücher, während Journalisten Artikel an Online-Magazine und Nachrichtenportale liefern. Der Einstieg scheint leicht zu sein, da du lediglich einen Laptop zum Arbeiten benötigst. Doch auch hier ist die Konkurrenz groß. Du benötigst daher eine klare Positionierung und musst dir einen Expertenstatus erarbeiten.
- Bild- und Grafikproduktion: Grafiker layouten und designen verschiedene Produkte wie Broschüren, Magazine oder Website. Sie erstellen auch Posts für Social-Media-Auftritte und entwerfen Buchcover. Zwar können mittlerweile auch Laien mit verschiedenen Tools ansprechende Designs erstellen, doch für professionelle Grafiker gibt es immer noch Nischen, in denen mehr Expertise gefordert wird.
- Arbeiten im Online-Support: Viele Unternehmen besitzen einen Support, um ihren Kunden bei Problemen und Fragen zur Seite zu stehen. Für diese Aufgaben setzen sie teils Freelancer ein, die die Kundenanfragen bearbeiten.
- Professioneller Tool-Anwender: Mittlerweile gibt es unzählige digitale Tools für alle möglichen Bereiche auf dem Markt. Beispiele sind Canva für Grafiken, Datawrapper zur Datenvisualisierung, Airtable für die Projektplanung oder rapidmail zum Versenden von Newslettern. Unternehmen benötigen immer wieder Unterstützung von Freelancern, um eines dieser Tools einzuführen, ihre Mitarbeiter zu schulen oder die Bedienung auszulagern.
- Website erstellen: Unternehmen und Selbstständige benötigen eine eigene Website oder einen Blog. Für die Erstellung buchen sie entweder einen Freelancer, der die Website komplett selbst programmiert, oder einen, der mit Website-Baukästen wie WordPress oder Squarespace arbeitet.
- Online-Marketer: Damit Firmen ihre Produkte online verkaufen können, müssen sie sichtbar werden. Dabei unterstützen Online-Marketing-Manager. Hier ist es wichtig, einen Schwerpunkt zu wählen, denn der Bereich des Online-Marketings ist riesig. Mögliche Spezialisierungen sind unter anderem SEO, Werbeanzeigen (Meta Ads, Pinterest Ads etc.) und Newsletter.
- Programmierer und IT-Fachkräfte: Unternehmen benötigen Unterstützung bei der Digitalisierung und Optimierung technischer Prozesse. Dafür holen sie sich freie IT-Fachkräfte ins Haus, die sie beraten und auch projektbasiert mitarbeiten. Auch bei der Produktentwicklung werden sie eingesetzt und programmieren Software, Apps und andere digitale Anwendungen.
Wie viel du als Freelancer verdienst
Wie viel du als Freelancer verdienst, lässt sich pauschal nicht beantworten, da viele Faktoren eine Rolle spielen. In erster Linie hängt dein Verdienst von deinem Stundensatz und deinen geleisteten Arbeitsstunden ab. Beides kann jedoch je nach Kunde und Projekt variieren. Schließlich musst du bei jedem Kunden dein Honorar neu verhandeln und bei einigen wirst du deutlich mehr herausschlagen können als bei anderen. Hier kommt es also auf dein Verkaufsgeschick an. Zudem kann es zu Auftragsflauten kommen, in denen du kein Geld verdienst.
Um dir dennoch eine grobe Orientierung zu geben, werfen wir einen Blick auf die jährliche Marktstudie von Freelancermap. Diese hat für das Jahr 2025 einen durchschnittlichen Stundensatz von 103 Euro über alle Branchen hinweg ermittelt.
Es gibt jedoch eine große Bandbreite. Im Medienbereich liegen die Stundensätze zumeist deutlich niedriger, im IT-Bereich und in der Beratung deutlich höher. In der Praxis gibt es daher Freelancer, die nur 30 Euro pro Stunde verdienen, während andere Spitzensätze von bis zu 200 Euro und mehr erreichen.
Hinzu kommt, dass die Stundensätze von Freelancern nicht mit denen von Festangestellten vergleichbar sind. Denn von ihrem Stundensatz müssen sie noch ihre Betriebskosten, die Steuern, die Krankenversicherung und ihre private Altersvorsorge abziehen. Zudem stecken in dem Stundensatz Rücklagen für Auftragsflauten, Urlaub und Krankheitstage.
Als Faustregel gilt: Nur etwa die Hälfte des Honorars behält der Freelancer für sich. Ein Freelancer mit 60 Euro würde also um die 30 Euro herausbekommen. Wenn er zum Beispiel die Hälfte seine Zeit in Rechnung stellen kann (20 Wochenstunden), landet er bei einem Netto-Monatseinkommen von etwa 2.400 Euro.
Aufträge finden
Wenn du als Freelancer durchstarten möchtest, brauchst du Aufträge. Um diese zu finden, hast du zwei Möglichkeiten.
- Projektplattformen: Es gibt verschiedene Websites wie Upwork, Junico und Freelance.de, die sich auf die Vermittlung zwischen Freelancern und Auftraggebern spezialisiert haben. Dort erstellst du ein Profil und kannst dich dann mit wenigen Klicks auf Ausschreibungen bewerben. Dadurch bekommst du immer wieder neue Projekte vorgeschlagen und musst nicht aktiv suchen. Der Nachteil ist jedoch, dass die Konkurrenz groß ist. Das wirkt sich auf die Preise aus. Oft konkurrierst du nämlich mit internationalen Freelancern, die aufgrund geringerer Lebenshaltungskosten niedrigere Honorare fordern. Zudem erhalten die Plattformen einen Teil des Umsatzes als Provision, wodurch sich dein Verdienst weiter verringert.
- Direktkontakt: Du kannst auch direkt neue Kunden gewinnen, indem du dich auf Ausschreibungen bewirbst, Kaltakquise betreibst und zu Netzwerkevents gehst. Das bringt nicht nur deutlich mehr Geld, sondern du baust dir mit der Zeit auch einen Kundenstamm auf. Wenn du gute Arbeit leistest, werden sie sich immer wieder bei dir melden und dich auch weiterempfehlen.
Tipp: Mit Tentary können Kunden freie Termine und Dienstleistungen bei dir buchen. Erfahre mehr.
Verkauf von digitalen Produkten
Neben dem Freelancing gibt es noch eine weitere lukrative Möglichkeit, seriös online Geld zu verdienen. Dabei erstellst du ein digitales Produkt und vertreibst es über Online-Shops wie Tentary. Im Gegensatz zum Freelancing tauschst du hier nicht deine Zeit gegen Geld. Stattdessen können Kunden deine Produkte jederzeit selbstständig kaufen. So generierst du auch dann Umsatz, wenn du nicht arbeitest, beispielsweise am Wochenende oder im Urlaub.
Auch wenn es nach einem passiven Einkommen klingt, musst du dennoch Energie und Zeit reinstecken. Schließlich musst du die digitalen Produkte auch bewerben. Zudem nehmen die Verkäufe mit der Zeit ab, da deine Zielgruppe beispielsweise gesättigt ist.
Vorteile von digitalen Produkten
- Einmaliger Produktionsaufwand: Du musst sie nur einmal erstellen und kannst sie anschließend so oft du willst verkaufen.
- Jederzeit optimieren: Digitale Produkte kannst du jederzeit überarbeiten, wenn du neue Infos oder Kundenfeedback bekommst.
- Keine hohen Produktionskosten: Die meisten digitalen Produkte kannst du mit einem Laptop, einer Kamera und einem Mikrofon erstellen. Das größte Investment ist deine eigene Arbeitszeit.
- Keine Lagerkosten: Für digitale Produkte benötigst du kein eigenes Lager. Du sparst dadurch Geld und kannst nicht auf unverkauften Produkten sitzen bleiben.
- Skalierbarkeit: Viele digitale Produkte kannst du theoretisch unendlich oft verkaufen. Dadurch entkoppelst du dein Einkommen von deiner Arbeitszeit.
- Zeit- und Ortsunabhängigkeit: Digitale Produkte kannst du überall und zu jeder Tageszeit erstellen und vertreiben.
Nachteile von digitalen Produkten
- Hoher Zeitaufwand: Je nach Art deines Produkts benötigst du 50 bis 200 Arbeitsstunden, um sie zu erstellen. Erst danach kannst du mit ihnen Geld verdienen.
- Keine Erfolgsgarantie: Selbst wenn du ein gutes Produkt erstellst, ist das keine Garantie für viele Verkäufe.
- Marketing: Um die digitalen Produkte unter die Leute zu bekommen, musst du sie bewerben. Das erfordert Marketing- und Verkaufskenntnisse. Zudem benötigst du oft Budget für Werbeanzeigen und wirst wahrscheinlich auch Lehrgeld zahlen müssen, um die richtige Marketingstrategie für dich zu finden.
- Hoher Wettbewerb: Einige Nischen sind bereits stark umkämpft. Dadurch wird es schwieriger, Fuß zu fassen (was aber nicht unmöglich ist).

Online-Kurse
Online-Kurse sind einer der profitabelsten Wege, dein Wissen zu monetarisieren. Denn neben Einsteigerkursen für 20 bis 50 Euro kannst du auch Expertenprogramme für mehrere tausend Euro anbieten. In beiden Fällen erstellst du strukturierte Lerneinheiten mit Videos, Arbeitsblättern und anderen Materialien zu einem Thema. Um den Kurs zu verkaufen, kannst du eine Online-Shop-Lösung wie Tentary nutzen. Bei Online-Kursen ist es wichtig, einen klaren Mehrwert zu bieten. Die Käufer sollten schon vor dem Kauf wissen, was sie lernen werden, und das Gelernte anschließend direkt anwenden können.
E-Books
E-Books sind digitale Bücher, die du über Plattformen wie Amazon Kindle Direct Publishing, über deine eigene Website oder über Shop-Systeme wie Tentary verkaufen kannst. Es gibt verschiedene Arten von E-Books. In Ratgebern und Fachbüchern kannst du beispielsweise dein Wissen zu einem bestimmten Thema weitergeben, während du dich in Romanen literarisch ausleben kannst.
In der Regel kannst du selbst entscheiden, wie viel du für ein E-Book nimmst. Der Preis sollte jedoch für die Kundinnen und Kunden annehmbar sein. Typischerweise liegen die Preise zwischen 3 und 20 Euro. Zudem solltest du berücksichtigen, dass die Verkaufsplattformen oft einen Anteil am Verkauf erhalten. Pro E-Book verdienst du also nicht viel. Du musst daher viele Exemplare verkaufen, um auf nennenswerte Umsätze zu kommen. Das ist mit einem einzelnen Buch oft schwer. Lukrativer ist es deshalb, sich ein Portfolio aus mehreren Büchern aufzubauen.
Digitale Dateien
Was du auf einem USB-Stick speichern kannst, kannst du auch verkaufen. Egal, ob Presets für Photoshop (PSD), Powerpoint-Präsentationen, Bilder, Musik, Excel-Tabellen, Word-Vorlagen – es gibt unzählige digitale Dateien, für die ein Kunde zahlen würde. Hier kommt es auf deine Kreativität und auf dein Verständnis für die Probleme deiner Zielgruppe an.
Je nach Mehrwert kannst du auch einen höheren Preis verlangen, jedoch wirst du für einzelne Dateien selten mehr als 10 Euro bekommen. Du kannst jedoch mehrere zu einem Paket schnüren und es dann zu einem höheren Preis verkaufen. Der Kunde bekommt dann alles, was er benötigt, und muss sich nicht jede einzelne Unterlage zusammensuchen.

Coaching-Programme
Coaching ist die persönlichste Form digitaler Produkte. Du bietest Einzelsitzungen oder Gruppensitzungen an, typischerweise per Zoom oder anderen Videokonferenz-Tools. Die Themen reichen von Business-Coaching über Fitness und Ernährung bis hin zu Karriereberatung oder Life Coaching.
Auch bei den Preisen gibt es eine enorme Bandbreite: Von 50 Euro pro Session für Einsteiger-Coaches bis zu 500 Euro pro Stunde für etablierte Experten ist alles möglich. Intensivprogramme mit mehreren Sessions über Wochen oder Monate können gerne mehrere tausend Euro kosten.
Anders als bei anderen digitalen Produkten lässt sich Coaching nicht unendlich skalieren. Wie beim Freelancing musst du persönlich in den Terminen anwesend sein. Der Unterschied ist jedoch, dass deine Kunden sich Termine online buchen können, beispielsweise über Tentary.
Mitgliedschaften
Viele Menschen möchten sich mit Gleichgesinnten zu bestimmten Themen austauschen. Sei es zu Finanzen, Kindererziehung, Hobbys, Karriere und so weiter. In sozialen Netzwerken herrscht jedoch oft eine unangenehme Stimmung und es gibt wenig Hilfsbereitschaft.
Um diesen Menschen einen Ort zu bieten, kannst du eine kostenpflichtige Community ins Leben rufen. Das können private Discord-Server, Mitgliederbereiche auf deiner Website oder exklusive Slack-Gruppen sein.
Die Nutzer zahlen dann einen monatlichen Beitrag, um Zutritt zu erhalten. Dadurch generierst du regelmäßige Einnahmen, die von wenigen Euro bis zu Hunderten Euro für Premium-Zugänge reichen können. Abrechnen kannst du beispielsweise über Tentary.
Je höher der Preis, desto höher sind jedoch auch die Erwartungen der Mitglieder an die Community. Es reicht nicht, ihnen lediglich einen Raum zum Treffen zu geben. Daher ist es deine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sie sich wohlfühlen und ihre Bedürfnisse befriedigt werden. Das gelingt beispielsweise durch das Veranstalten von Online-Events oder durch exklusive Beiträge nur für Mitglieder.
Newsletter-Abonnements
Mit einem Newsletter kannst du deine Leser in regelmäßigen Abständen zu einem bestimmten Thema informieren, ohne dass ein Algorithmus die Ausspielung verhindert. Die E-Mail landet nämlich direkt im Postfach des Empfängers.
Viele Newsletter sind kostenlos und dienen dem Marketing. Du kannst jedoch auch kostenpflichtige Newsletter anbieten. Dadurch generierst du regelmäßige Einnahmen.
Damit Abonnenten bereit sind zu zahlen, muss der Newsletter einen hohen Mehrwert bieten und idealerweise Informationen enthalten, die anderswo nicht zu finden sind. Das funktioniert vor allem bei Nischenthemen wie Finanzanalyse, Branchen-Insights oder exklusiven Stories. Die Preise beginnen in der Regel bei 5 Euro pro Monat. Tools wie Tentary vereinen zudem die Abrechnung und den Newsletter-Versand, was die Verwaltung und Auswertung vereinfacht.
Online-Nachhilfe
Seit der Pandemie boomt die Online-Nachhilfe und es ist nach wie vor eine Möglichkeit, seriös online Geld zu verdienen. Über Skype, Zoom oder ein anderes Videokonferenz-Tool unterrichtest du einen Schüler in bestimmten Fächern. Das hat den Vorteil, dass ihr euch beide den Anfahrtsweg spart. Zudem können die Eltern beispielsweise über ein Shop-System einfach freie Termine buchen und direkt bezahlen.
Alternativ kannst du dich auch bei Nachhilfeplattformen anmelden. Pro Unterrichtseinheit kannst du je nach Erfahrung und Thema mit 15 bis 45 Euro rechnen.
Fazit
Es gibt viele Möglichkeiten, online Geld zu verdienen. Wenn du jedoch mehr als ein Taschengeld verdienen willst, eignet sich vor allem das Freelancing und der Verkauf von digitalen Produkten. Nur hier kannst du dir deine Zeit frei einteilen und selbst bestimmen, wie viel du arbeiten möchtest. Welche Option für dich die richtige ist, hängt von deinen Fähigkeiten, deiner verfügbaren Zeit und deinen finanziellen Zielen ab.
Freelancing bietet dir den schnellsten Einstieg und sofortige Einnahmen, erfordert aber kontinuierliche Kundenakquise. Digitale Produkte wie Online-Kurse oder E-Books bedeuten zunächst viel Arbeit ohne Garantie auf Erfolg, können aber langfristig für regelmäßige Umsätze sorgen.
Unabhängig davon, für welchen Weg du dich entscheidest: Rechne mit einer Anlaufphase, investiere Zeit in den Aufbau deines Angebots und unterschätze nicht den Aufwand für Marketing und Kundengewinnung. Wer realistisch plant und am Ball bleibt, kann sich online ein solides Einkommen aufbauen.
