Marketing

Mit Social Media deine digitalen Produkte bewerben

9. Februar 2022

Mit keinem Kanal erreichst du so viele Kund:innen wie mit Social Media. Weltweit sind Milliarden Menschen in den sozialen Netzwerken unterwegs. Glücklicherweise ist es einfacher denn je, die Plattformen zu nutzen um Werbung für das eigene Produkt zu machen.

Wir schauen uns an, was genau Social Media ist, welche Plattformen es gibt und wie du die richtige für dich findest. Ebenso zeigen wir, welche Möglichkeiten du hast, dort auf deine Produkte aufmerksam zu machen.

Was ist Social Media?

Social Media ist ein Begriff, der Technologie beschreibt, die es Nutzern ermöglicht, sich zu vernetzen und untereinander auszutauschen. Um dies zu tun, werden virtuelle Netzwerke und Communities erstellt. Inhalte sind innerhalb der Netzwerke und z.T. auch außerhalb davon zugänglich (mehr zur Definition).

Weltweit nutzten bis Ende 2021, etwas mehr als 4,5 Milliarden Menschen mindestens eine Form der sozialen Medien (Quelle). Die größten Netzwerke sind Facebook, Instagram, YouTube, Twitter und TikTok.

Welche Social Media Typen gibt es?

Social Media kann in mehrere Kategorien eingeteilt werden. Einen Konsens in welche, gibt es bislang nicht (die deutsche Wikipedia spricht von sechs, die englische Wikipedia benennt 13 Kategorien).

Aus unserer Erfahrung lassen sich zumindest folgende Typen voneinander abgrenzen:

  1. Soziale Netzwerke mit Fokus auf den privaten Gebrauch (z.B. Facebook, Twitter)
  2. Geschäftsnetzwerke (z.B. LinkedIn, XING)
  3. Virtuelle Spielewelten (z.B. World of Warcraft)
  4. Bilder-Netzwerke (z.B. Instagram, Pinterest)
  5. Video-Netzwerke (z.B. YouTube, TikTok)

Welche Plattformen sind die richtigen für dich?

Um dein digitales Produkt zu bewerben, solltest du auf den sozialen Netzwerken aktiv sein, die am besten zu deiner Zielgruppe passen.

Hast du zum Beispiel ein digitales Kochbuch mit günstigen und einfachen Rezepten geschrieben, ist deine Zielgruppe eine andere als für eine Musiksammlung mit meditativen Klängen.

Im ersten Beispiel könnte deine Zielgruppe aus Student:innen bestehen. Im zweiten Beispiel könnten es Personen sein, die auf der Suche nach einem Ausgleich für Stress sind. Beide Zielgruppen wirst du auf unterschiedlichen Social Media Plattformen finden bzw. kannst sie auf den jeweiligen Plattformen ganz konkret kontaktieren.

Daher ist es sinnvoll, sich im Vorfeld zu überlegen, wen du ansprechen möchtest.

Hinweis: Zielgruppen sollten nicht zu weit gefasst werden. Zum einen ist es aufwendiger und teurer (mit Werbung) eine breite Zielgruppe zu erreichen und zum anderen ergeben sich hierdurch sogenannte Streuverluste. Denn Viele fühlen sich von den beworbenen Produkten einfach nicht angesprochen.

Wenn du eine Zielgruppe identifiziert hast, ist es an der Zeit Plattformen ausfindig zu machen, auf denen sich die meisten deiner potentiellen Käufer:innen aufhalten.

Um die Suche zu vereinfachen, haben wir eine Liste der 8 größten Plattformen erstellt, mit Infos zu Zielgruppen und passenden Produkten.

  1. Facebook: Das weltweit größte soziale Netzwerk, bei dem sich viele Nutzer:innen in themenspezifischen Gruppen zusammenfinden. Es gibt hier Communities für nahezu jede Nische, wie z.B. für Meerschweinchenfans aus Süddeutschland, Fotografen von Hydranten oder Pappmaché-Experten. Durch diese Bandbreite, eignet sich Facebook für beinahe jedes Produkt. Sowohl die kostenlose Interaktion mit den Nutzer:innen, als auch bezahlte Werbung funktionieren sehr gut. Bezahlte Werbung kann so eingestellt werden, dass sie nur Nutzer:innen mit bestimmten Interessen angezeigt wird (sog. Targeting).
  2. YouTube: Auf dem größten sozialen Netzwerk für Videos, ist die Themenauswahl in etwa ebenso groß wie auf Facebook. Bei YouTube findet jedoch alles in bewegten Bildern statt. Wenn du für deine Produkte Videos aufnehmen kannst und möchtest, dann eignet sich die Plattform möglicherweise für dich. Viele Nutzer:innen finden Videos die durch den Algorithmus der Seite vorgeschlagen werden. Auch hier kann zusätzlich bezahlte Werbung ausgespielt werden, die deiner festgelegten Zielgruppe vor, während oder nach Videos angezeigt wird.
  3. Instagram: Das Bilder- und zunehmend auch Video-Netzwerk gehört zum selben Konzern wie Facebook (Meta, Inc.). Nutzer:innen haben hier die Möglichkeit ein eigenes Profil zu erstellen und Inhalte in Form von Beiträgen und Videos zu teilen. Auf Instagram ist es wichtig möglichst viele Follower zu sammeln, damit eigene Inhalte an diese ausgespielt werden. Neben Erwähnungen deiner Produkte in eigenen Beiträgen, kann ebenfalls Werbung mit Hilfe von Targeting an Interessent:innen ausgespielt werden.
  4. Pinterest: Auf Pinterest werden Bilder und Grafiken gesammelt und kommentiert. Die Plattform bietet sich besonders für visuelle Produkte an und wird viel im DIY, Hochzeits- und Kochbereich genutzt. In diesen Fällen kann eine Präsenz für die eigene Produkte und bezahlte Werbung mit Targeting sinnvoll sein.
  5. Twitter: Der Kurznachrichtendienst der polarisiert mit eher internationalem Publikum. Auf Twitter haben Nutzer:innen ein Profil und können anderen Profilen folgen. Es gibt die Möglichkeit eigene kurze Nachrichten (max. 280 Zeichen) zu verfassen oder sich an öffentlichen Diskussionen mit Anderen zu beteiligen. Wer etwas Zeit in den Aufbau seines Profiles steckt, hat hier das Potential eine loyale und interaktionsfreudige Zielgruppe zu finden. Twitter bietet bezahlte Werbung an und experimentiert regelmäßig mit neuen Werbeformaten.
  6. TikTok: Die Videoplattform der jungen Zielgruppe. TikTok bietet durch seine Funktionsweise, mit jeder Wisch-Geste ein neues Video anzuzeigen, hohes Suchtpotential. Es ist innerhalb kürzester Zeit zu einer der Top-Plattformen aufgestiegen und hat etwa 1 Mrd. aktive monatliche Nutzer:innen. Auf TikTok werden Videos geteilt und man kann, ähnlich wie auf Instagram, Follower sammeln. Werbung auf TikTok zielt damit auf eher jüngere Nutzer:innen und sollte als Video vorliegen um anzusprechen.
  7. LinkedIn: Neben XING in Deutschland die bekannteste Plattform unter den geschäftlichen Social Media Netzwerken. Hier lohnt sich ein eigenes Profil um Jobs zu finden oder gefunden zu werden, für den Markenauftritt von Firmen und auch für Werbung, wenn sich dein Produkt z.B. eher an Firmen richtet.
  8. Reddit: Ein soziales Netzwerk, auf dem Nutzer:innen Inhalte, bestehend aus einem Link, Video, Bild, Umfrage oder Textbeitrag einstellen können. Beiträge lassen sich als positiv oder negativ bewerten und kommentieren. Vergleichbar mit Facebook-Gruppen, ist Reddit in sog. Subreddits aufgeteilt in denen sich gleichgesinnte Nutzer:innen aufhalten. Reddit zeigt Werbung an, die eigene, meist jüngere und internet-affine Zielgruppe, kann aber am besten über Beiträge und Beteiligung an Diskussionen gewonnen werden.
Social Media Netzwerke

Wie kannst du deine Produkte bewerben?

Im nächsten Schritt geht es darum, auf der passenden Social Media Seite für dein digitales Produkt Aufmerksamkeit zu erzeugen und deine Produkte zu vermarkten oder sogar direkt zu verkaufen.

Grundsätzlich gibt es dabei zwei Möglichkeiten. Du kannst auf allen Plattformen kostenlos Inhalte als Nutzer:in bereitstellen und mit der Community interagieren. Alternativ oder zusätzlich kannst du bezahlte Werbung schalten.

Kostenlos

Melde dich zunächst bei dem sozialen Netzwerk, auf dem du Käufer:innen für deine digitalen Produkte suchst, an. Nimm dir gerade zu Beginn etwas Zeit, die Plattform und Funktionen kennenzulernen.

Ebenso ist es wichtig, dass du dich damit vertraut machst, wie der Umgangston und Form in dem jeweiligen Netzwerk ist. Während zum Beispiel auf LinkedIn sachlicher und berufsbezogen kommuniziert wird, ist der Ton auf TikTok und Instagram eher locker.

Es gibt zwei kostenlose Wege soziale Netzwerke zu nutzen um auf deine Produkte aufmerksam zu machen.

Soziale Netzwerke mit Profilen und Followern

Ein Vorteil vieler sozialer Netzwerke (z.B. Instagram) ist, dass man ein Profil hat und sogenannte Follower für sich gewinnen kann, die dann alles was man teilt sehen und damit interagieren können.

Um mehr Follower zu bekommen, solltest du ein interessantes und vor allem ansprechendes Profil erstellen und spannende und gleichzeitig relevante Inhalte für deine Zielgruppe teilen.

Das Ziel ist, dich als Expert:in in dem jeweiligen Thema zu positionieren. So werden weitere Nutzer:innen auf deine Inhalte aufmerksam und folgen dir bei Interesse.

Du kannst dann ganz natürlich an manchen Stellen dein eigenes Produkt erwähnen und verlinken. Viele Plattformen bieten sogar die Möglichkeit an Links deiner Produkte direkt zu integrieren z.B. in Instagram Stories oder in Facebook Posts.

Soziale Netzwerke mit Gruppen und Diskussions-Foren

Alternativ gibt es in manchen Netzwerken Gruppen und Bereiche, in denen thematische Inhalte diskutiert und gesammelt werden. Vergleichbar mit einem Forum. Beispiele hierfür sind Facebook Gruppen, Reddit und Discord.

Deine Strategie sollte hier ähnlich wie oben beschrieben sein. Veröffentliche relevante Beiträge jedoch nicht auf deinem Profil, sondern in den jeweiligen Gruppen.

Zusätzlich kannst du dich in Diskussionen einbringen und der Community mit deinem Wissen helfen. All diese Aktivitäten helfen deine Autorität in deinem Thema zu stärken.

Nach einer gewissen Zeit kannst du in deinen Beiträgen einfließen lassen, dass du ein passendes Produkt anbietest.

Hinweis: Viele Gruppen und Foren erlauben zu offensive Werbung nicht oder nur begrenzt. Beachte daher die jeweiligen Gruppen-Regeln.

Bezahlte Werbung

Für manche digitalen Produkte kann es sich lohnen, bezahlte Werbung zu schalten. Da du meistens die Möglichkeit hast, ein Werbebudget festzulegen, kannst du relativ risikolos testen ob es für dein Produkt sinnvoll ist.

Auf allen oben erwähnten Plattformen können Werbeplatzierungen gekauft werden.

Erstelle zum Beispiel eine Bild-Werbeanzeige (wir empfehlen hierfür Canva) in der du dein Produkt zeigst. Erwähne im Text auf der Anzeige oder darunter kurz und knapp die Vorzüge deines Produktes und was Käufer:innen bekommen.

Tipp: Zum Anlegen von Instagram und Facebook-Anzeigen (beide Plattformen gehören zum selben Unternehmen) findest du hier eine gute Anleitung.

Denke daran, dass deine Anzeige meist nur schnell überflogen wird. Selbst in dieser kurzen Zeit, muss klar werden was du verkaufst und warum jemand darauf klicken sollte.

Du erreichst meist mit einem Budget von 10€ schon tausende Nutzer. Entscheidend für den Erfolg deiner Werbung wird schlussendlich aber sein, ob nach Abzug der Kosten noch genug Gewinn übrig bleibt. Der Weg über eigene Follower ist kostenlos, dafür jedoch deutlich aufwendiger und zeitintensiver als Werbung zu schalten.

Wie du siehst, haben beide Wege ihre Vor- und Nachteile. Am besten probierst du es aus und findest dabei die passende Strategie für dein Produkt.

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Du hast gesehen, wie einfach es ist deine Produkte auf Social Media zu bewerben. Die Verkaufsseite für dein digitales Produkt kannst du ebenso unkompliziert mit tentary erstellen.

Tentary ist eine kostenlose Plattform, die dir hilft, mit nur wenigen Klicks eine eigene Verkaufsseite für dein digitales Produkt anzulegen.

Den Link zu deinem Produkt kannst du dann ganz einfach auf den passenden Netzwerken und deinen Accounts teilen oder in bezahlte Werbung integrieren.

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